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Pädagogische Arbeitsweise

Die oben angegebenen Ziele werden anhand des situativen Ansatzes verwirklicht. Hierbei wird versucht, Kindern den Raum und die Zeit zur Verfügung zu stellen, um ihre individuellen Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten und zu begreifen, bedeutsame Fragen zu beantworten und Zusammenhänge zu verstehen. Dies ermöglicht den Kindern eine positive Entwicklung in allen Bereichen (motorisch, kognitiv, emotional, sozial).

Die Vermittlung der oben angegebenen Inhalte im Kinderladen lässt sich am besten innerhalb eines an Alltagssituationen orientierten Handlungsrahmens erreichen. Das bedeutet auch den Wechsel zwischen strukturierten und unstrukturierten Situationen, beispielsweise zwischen "Freispielphase", einem Angebot oder einem größeren Projekt. Gerade themenübergreifende, strukturierte Aktivitäten kommen einem ganzheitlich orientierten Lernen entgegen. Aktivitäten in diesem Rahmen können sein:

Voraussetzung für ein solches Vorgehen ist eine detaillierte Planung, die ausgeht von der Beobachtung der Kinder. Die Analyse der gewonnenen Informationen gibt Aufschluss über den unterschiedlichen Entwicklungsstand der einzelnen Kinder und ihrer spezifischen Bedürfnisse.

Das kindliche Bedürfnis, sich und die Welt ganzheitlich zu begreifen, wird als prinzipielle Sichtweise in die Entwicklung von Projekten und Angeboten mit einbezogen.

Die Einrichtungen des Gemeinwesens werden als Lernorte genutzt, z. B. auf dem Wochenmarkt.

 

Das Spiel als Lernform

Wir bieten den Kindern eine Voraussetzung zum vielfältigen Lernen. Das Spiel ist die grundlegende Lebens- und Lernform von Kindern und von entscheidender Bedeutung für die positive Entwicklung.

Der Mensch ist ein geborener Lerner und von sich aus bestrebt, die Welt zu verstehen und sich Handlungskompetenzen anzueignen. In der Altersgruppe der null- bis sechsjährigen Kinder hat das Spielen eine Schlüsselrolle beim Lernen und bei der emotionalen Verarbeitung seiner Erlebnisse. Da Kinder aus eigenem Antrieb spielen und somit lernen, sprechen wir von Selbstbildung.

Jedes Kind wendet sich von Geburt an der Welt zu und setzt sich mit seiner sozialen, dinglichen und kulturellen Umgebung auseinander.

Bei Kindern entsteht ganz schnell bei allem, was sie tun, eine Spielhandlung. Schon das "Schmieren" mit dem Essen, oder das Fratzenziehen vor dem Spiegel beim Waschen, das Balancieren auf einer Mauer, das Aufheben und Werfen eines Stockes - dies alles sind für Kinder Spiele, mit denen sie ihre Umwelt voller Wissbegier und Freude entdecken und begreifen. Kinder wollen lernen, sie wollen ihre Umwelt verstehen und sich mit Sachen auseinandersetzen, die sie nicht kennen. Kinder haben nicht wie Erwachsene Routine und feste Verhaltensmuster, und somit lernen sie spielend. Kinder, die viel und intensiv spielen, nehmen dabei ihre Besonderheit, ihre Einmaligkeit, ihre Handlungsmöglichkeiten und Grenzen, ihre Gefühls- und Gedankenwelt wahr.

Wir als Erzieher/innen sehen es als unsere Aufgabe, die Spielfähigkeit eines Kindes als eine kindeigene, lebensnotwendige Ausdrucks-, Erfahrungs- und Erlebniswelt zu verstärken und zu fördern. Spielen unterstützt und fördert die Lernfreude, die Lernmotivation und damit die Neugierde.

Wird das Kind in seinem Wollen nicht beachtet, verliert es nach und nach den Mut und die Energie und unterlässt die Tätigkeit. Spiele geschehen nicht in erster Linie auf irgendwelchen Tischen, sondern dort wo das Leben spielt: In spannenden Projekten, in Höhlen und Buden, auf Bäumen und auf dem Boden, in selbst gebauten Hütten, im Wald und auf Wiesen, beim Laufen und Buddeln, bei lebendigen Festen und spannenden Erkundungen. Da passiert das wirkliche Lernen. Das Spiel ist kurz gesagt die elementare Lernform von Kindern.

 

Lernen in der Gruppe

In der Gruppe machen Kinder gemeinsame Erfahrungen und entwickeln somit ein Gemeinschaftsbewusstsein. Die Kinder erfahren andere zu tolerieren, sich anzupassen, sich gegenseitig zu helfen und zu trösten. Des Weiteren lernen sie ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Interessen und Erfahrungen wahrzunehmen und zu benennen (ich möchte, ich will nicht).

Diese vielseitigen Lernerfahrungen in der Gruppe unterstützen besonders eine gesunde soziale und emotionale Entwicklung des Kindes und dienen als eine gute Vorbereitung auf den Kindergarten.

Die Krabbelgruppe soll ein Ort sein, an dem gesellschaftliche Normen vermittelt werden. Wenn mehrere Kinder betreut werden, ist es wichtig, dass die Kinder sich an Regeln halten. Um sich an diese zu halten, müssen die Kinder sie selbstverständlich erst selbst erlernen. Gesellschaftliche Normen sind z. B., dass die Kinder vor dem Essen oder nach dem Toilettengang ihre Hände waschen, oder dass wir das Essen gemeinsam beginnen und auch beenden. Sie lernen des Weiteren, auf andere Rücksicht zu nehmen, abzugeben und auch mal zu warten. Die Gruppe ist ein Ort, an dem die Kinder sich behaupten können und lernen sich durchzusetzen.

Gemeinsame Spielsachen sind wichtig, um ein neutrales Spiel zu ermöglichen. Die Kinder können lernen, zusammen mit den Sachen zu spielen oder aber auch das Spielzeug, mit dem sie gerade spielen, zu verteidigen.

 

Sprachförderung

Ganz wesentlich für eine gesunde Sprachentwicklung ist der Dialog zwischen den Erwachsenen und den Kindern. Kinder lernen durch Nachahmung. Sprache ist nicht allein Aufgabe der Einrichtung, sondern liegt vor allem auch in der Verantwortung des Elternhauses.

Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, ihren Sprachschatz zu erweitern. Dieses geschieht in "Gesprächen" mit den Kindern, z. B. nach gemeinsamen Erlebnissen, im Morgenkreis, beim Erzählen, Singen, Vorlesen, beim Spielen oder beim Experimentieren mit Sprache in Reimen, Gedichten und Liedern. Wir bieten den Kindern Sprache kindgemäß und spielerisch an, denn Sprache soll Vergnügen bereiten und Kontakte schaffen..

 

Lernen in und von der Natur

Wir legen großen Wert darauf, dass wir mit den Kindern viel Zeit an der frischen Luft verbringen, sei es auf unserem Hof, auf einem Spielplatz oder in der näheren Umgebung.

Die unmittelbare Nähe zum Maschsee, dem Wiehbergpark, der Eilenriede und der Döhrener Masch mit Wald und Wiesen bietet ideale Bedingungen, den Kindern die Natur nahe zu bringen. Die Kinder sollen die Natur kennenlernen und respektvoll behandeln, wobei hier natürlich die Vorbildfunktion der Erzieher/innen wichtig ist. Wir möchten den Kindern die Möglichkeit geben, ein Interesse an der Natur zu entwickeln und hoffen auf das "Prinzip der Nachhaltigkeit".

Unter freiem Himmel haben die Kinder genügend Zeit und Raum zum Entdecken, Erforschen und Begreifen. Die Natur lässt sich zu jeder Jahreszeit von den Kindern zu ihrem "eigenen Spielplatz umfunktionieren". Wir werden Käfer, Spinnen, Schnecken und alles was sonst noch kriecht, krabbelt oder fliegt beobachten und erkunden. Wir werden uns Blätter, Blumen und Bäume angucken oder einfach nur matschen oder picknicken. Das bewusste Erleben der Jahreszeiten und der Tierwelt ist für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung.

 

Bewegung

Zwischen den motorischen Verhalten und dem Sozialverhalten besteht eine enge Verbindung, denn gerade Kinder knüpfen soziale Kontakte über die verschiedensten motorischen Aktivitäten.

Wir wollen den Kindern Bewegungsräume anbieten und somit die Freude am Bewegen fördern. Uns ist sehr daran gelegen, mit den Kindern draußen zu sein. Dort können sie ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen, und wir fordern so die Sinne wie den Gleichgewichtsinn und den Bewegungssinn heraus. Beim Klettern, Laufen, Werfen, Springen etc. werden die Kinder alters- und entwicklungsgerecht gefordert und gefördert.

Bewegung heißt für uns auch Bewegungsabläufe zu koordinieren, Auge-Hand-Koordination zu üben, Körperschemata zu entwickeln (Bewusstsein für den eigenen Körper haben), eigene Ängste und Hemmungen zu erkennen und zu überwinden.

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